Freie Maurer: Was aus einer Idee werden kann

Hand hält leuchtende Glühbirne mit Wassertropfen

Bild: TrueTouchLifestyle  / envato.com

Als ich das Buch „Freie Maurer“ geschrieben habe, war zunächst nicht sicher, ob daraus mehr werden würde als ein persönlicher Impuls. Es war mein Versuch, Gedanken zu ordnen, Fragen zu stellen und eine mögliche Richtung zu beschreiben: eine Freimaurerei, die historisch anschlussfähig bleibt, aber ohne religiöse Bindung, ohne Esoterik und ohne Dogmen auskommt. Manche Erkenntnisse haben mich selbst erschrocken und viele Jahre eigenen Handelns in der Freimaurerei hinterfragen lassen.

Zunächst wurde von allen, die sich angegriffen fühlten, alles als eine versponnene Idee abgetan. Dann hieß es, ich beschäftige mich „in eigenbrötlerischer Weise“ mit einer dummen Idee. Und aus den freimaurisch-religiösen Reihen schlug mir, mal wieder, Empörung entgegen. Umso schöner ist es, dass das Buch nicht einfach nur gelesen wurde. Es hat Gespräche ausgelöst. Es hat Menschen erreicht, die ähnliche Fragen stellen. Und es hat dazu geführt, dass aus einer Idee inzwischen ein kleines, aber sehr lebendiges Projekt geworden ist, das wir mit viel Freude an der Sache verfolgen.

Mittlerweile haben sich mehrere Menschen zusammengefunden, die an den nächsten Schritten arbeiten. Es haben sich Menschen gefunden, die viel Interesse am Projekt und den dahinterstehenden Ideen haben. Etliche Menschen möchten einer Loge beitreten, die es noch gar nicht gibt. Und es wurden viele, viele Gespräche geführt, die zeigen, dass die Unzufriedenen, die auf der Suche nach einer echten Freimaurerei sind, keine Einzelfälle sind. Im Hintergrund entstehen erste Ansätze für neue Rituale, die sich an alten freimaurerischen Strukturen orientieren, aber überflüssig gewordene Elemente abwerfen und manches neu formulieren oder wiederentdecken. Das ist zurzeit wichtiger als alle Struktur, die man allerdings auch nicht aus den Augen verlieren darf. Soviel zum Thema „Eigenbrötler“, kommt mir in den Sinn.

Besonders erfreulich ist, dass sich nun auch konkrete Perspektiven ergeben: Wir wollen versuchen, noch in diesem Jahr eine erste freie Loge zu gründen, deren Zusammenkünfte in unterschiedlichen Städten stattfinden können. Das ist sportlich, aber machbar. Ich würde mich freuen, wenn das klappt und sich gut entwickelt, denn etliche Brüder und Schwestern suchen eine neue Heimat.

Das ist für ein kleines Buchprojekt eine ziemlich schöne Entwicklung. Aus einem Gedanken wurde ein Gespräch. Aus Gesprächen wurde ein Team. Und aus dem Team kann jetzt etwas entstehen, das tatsächlich trägt. Wer mehr über den aktuellen Stand des Projekts erfahren möchte, findet die ausführlicheren Informationen unter dem Button. Und wer das Buch bis jetzt nicht kennt, kann unter dem zweiten Button mehr dazu finden.

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